Wüsten-Wacht auf Dromedaren | ARTE Reportage

Im Kampf gegen den Terrorismus setzt Mauretanien auf eine traditionelle Elite-Truppe, um zu verhindern, dass islamistische Gruppen die Kontrolle über die Dörfer an der Grenze zu Mali übernehmen. 

Auf Dromedaren reiten in der Regel 20 Soldaten, man nennt sie « Méharistes », durch die Wüste – eine gefährliche Mission in einem Gebiet, das als rote Zone eingestuft ist, für Ausländer nicht zu empfehlen.
Islamistische Rebellen verschanzen sich in der mauretanischen Wüste entlang der Grenze, sie starten von dort aus regelmäßig Guerilla- und Terroraktionen in Mali und Niger. Mit Dromedaren hat die Armee Mauretaniens einen strategischen Vorteil gegenüber Geländewagen: Sie lärmen nicht wie Jeeps und vor allem wirbeln sie keinen Staub auf, der kilometerweit zu sehen wäre.
Die Méharistes sollen das Vertrauen der Mauretanier in der Wüste gewinnen: Sie jagen Kriminelle, Terroristen, verarzten die Leute und sie kontrollieren den Bau der von der EU finanzierten Solarenergie-Brunnen. Mauretanien versucht, mit den Méharistes dem vorzubeugen, was in Mali und auch in Niger traurige Realität ist: Dort haben islamistische Gruppen die Abwesenheit des Staates genutzt, um Dörfer zu besetzen und sich dort einzunisten, indem sie Schulen und Krankenstationen finanzieren.

#mauretanien #terror #méharistes
Video verfügbar bis 28/04/2024
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