TRUMP GREIFT WIEDER AN: Fester Glaube an Wahlbetrug – In Georgia bejubelt man den alten Präsidenten

US-Präsident Donald Trump hat eine Wahlkampfveranstaltung für Senatskandidaten zur Verbreitung von unbegründeten Betrugsvorwürfen bei der Präsidentschaftswahl in Georgia genutzt. «Lasst sie Georgia wieder stehlen, ihr werdet euch niemals im Spiegel betrachten können», sagte Trump am Samstag zu Tausenden Besuchern, die größtenteils keine Maske anhatten. Er rief Anhänger auf, am 5. Januar bei einer Stichwahl für zwei republikanische Kandidaten für den Senat zu stimmen.

Nach der Ankunft von Trump zur Wahlkampfveranstaltung wurde schnell klar, dass er diese dazu verwenden wollte, um die Präsidentschaftswahl vom 3. November in Frage zu stellen. Die Wahl hat Joe Biden gewonnen. Er wolle weiter über die Präsidentschaftswahl sprechen, gab Trump kurz nach dem Beginn seiner Rede zu verstehen. «Aber ich muss zu diesen zwei kommen», sagte er mit Blick auf die zwei Senatskandidaten David Perdue und Kelly Loeffler. Nach Lob für diese ging er wieder zu seiner Wahlniederlage über. Er las eine Liste seiner angeblichen Wahlerrungenschaften vor, darunter die Falschangabe, dass er Georgia und die Präsidentschaft gewonnen habe. Biden hatte in Georgia mit einem Vorsprung von 12 670 Stimmen gewonnen.

Trump hat versucht den republikanischen Gouverneur von Georgia dazu zu bringen, zu ermöglichen, dass ihm die Wahlleutestimmen des US-Staats für die Präsidentschaftswahl zugeordnet werden. Der Gouverneur Brian Kemp weigerte sich, wie aus ranghohen Regierungskreisen in Georgia verlautete. Bei der Wahlkampfveranstaltung attackierte Trump Kemp. Der Gouverneur könnte ihm den Sieg sichern, «wenn er wüsste, was zur Hölle er tut», sagte Trump.

Bei den Stichwahlen am 5. Januar wird entschieden, ob die Demokraten oder die Republikaner die Mehrheit im Senat bekommen. Die Republikaner brauchen dabei nur einen Sieg, um weiterhin die Mehrheit zu haben. Die Demokraten müssen beide Stichwahlen gewinnen, damit die künftige US-Vizepräsidentin Kamala Harris bei Abstimmungen mit ihrer Stimme den Ausschlag für die Demokraten geben kann. Republikaner fürchten, dass Trump Wahlen in Georgia dermaßen in ein schlechtes Licht rückt, dass Wähler wegen vermuteter Manipulation nicht abstimmen.

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