Popo Fan: Lerne Deutsch in meiner Küche | Der rbb macht Kurzfilm

Popo Fan ist ein queerer Filmemacher, Schriftsteller und Aktivist. Seine Filme drehen sich um Themen wie gleichgeschlechtliche Ehe (New Beijing, New Marriage), Transgender (Be A Woman) und Feminismus (The VaChina Monologues).

Seine Trilogie Chinese Closet, Mama Rainbow, Papa Rainbow, die sich auf LGBT-Familien in China konzentrierte, hatte starken Einfluss auf die chinesische Gesellschaft. Zu seiner unermüdlichen Arbeit an der LGBT-Sichtbarkeit gehört auch, dass er mehr als ein Jahrzehnt lang als Organisator des Beijing Queer Film Festivals und als Gründer des Queer University Video Training Camp tätig war.

Im Jahr 2011 erhielt er den Prism Award vom Hong Kong Lesbian and Gay Film Festival. 2017 war er Teilnehmer vom Nachwuchsprogramm Berlinale Talents der Internationalen Filmfestspiele Berlin. 2019 war er Jurymitglied des Teddy Award.

Buch, Regie: Popo Fan
Editor, Animator: Amir O. Steklov
Musik:
Behind_Closed_Doors / Otis McDonald
Et_Voila / Chris Haugen
Da Funky Rapsta / Doug Maxwell
Beach walk / Unicorn Heads
Dank an: Imri Kahn, Hongwei Bao, Christa Joo Hyun D’Angelo, Moritz Roemer

30 Filmemacherinnen und Filmemacher aus der Hauptstadtregion tun sich auf Initiative des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) zu der Aktion „4 Wände Berlin“ zusammen: Ab 1. April sind 30 ganz persönliche Kurzfilme täglich auf den sozialen Kanälen von radioeins, rbbKultur sowie in der „Abendschau“ und unter rbb-online.de zu sehen. Volker Heise, Wim Wenders, Annekatrin Hendel, Mo Asumang, Hans-Christian Schmid und 25 weitere Filmschaffende zeigen in jeweils 120 Sekunden ihr Leben mit der Corona-Krise. Alle Filme werden am Ende zu einer Gesamtedition zusammengefügt. Auf diese Weise entsteht das filmische Tagebuch einer Situation, die einzigartig ist und das Leben der Menschen von Grund auf verändert.

„Wir wollen mit der Aktion zeigen, dass die so vielfältige und ideenreiche Filmszene in Berlin-Brandenburg trotz der schwierigen Umstände lebendig ist. Und da außergewöhnliche Zeiten auch außergewöhnliche Umsetzungen erfordern, entstehen die Filme im Home-Office, werden zuerst online gestellt, dann gesendet und am Ende zu einem großen Film zusammengefügt“, sagt Projektleiter Johannes Unger, Chef der Abteilung Dokumentation und Zeitgeschehen des rbb

Sogar „Unser Sandmännchen“ ist mit von der Partie: Für die Film-Aktion bleibt er den Umständen entsprechend auf seiner Wolke und verabreicht den Kindern den Traumsand per Laptop. Den Anfang macht am 1. April der Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Pierre Sanoussi-Bliss.

Die Filme für „4 Wände Berlin“ entstehen im unmittelbaren privaten Umfeld der Autorinnen und Autoren. Gedreht wird mit dem Smartphone ohne großes technisches Equipment. Rau, authentisch, mitten aus der beklemmenden Realität. Inhalt und Stilmittel sind frei. Aber jeder Film soll nicht länger als zwei Minuten sein. 120 Sekunden Wirklichkeit in einer unwirklichen Zeit.

Das Projekt wird ausgeführt von der Produktionsfirma BASIS BERLIN, Kurator und Headautor ist Jan Tenhaven. Das Motto: Wir wissen nicht, wie diese Geschichte ausgeht, aber wir fangen einfach an, sie zu erzählen. Alles ist „work in progress“. Ein Filmprojekt mit offenem Verlauf und offenem Ausgang …

Der russische Theaterregisseur Kirill Serebrennikow schrieb einmal über seinen Hausarrest: „Die Isolation in der Wohnung oder im Haus, alleine oder mit der Familie, ist ein Moment der Wahrheit.“

Foto: Pan Jinxin, Montage: rbb




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