Integration mit Ziegenkäse | ARTE Re:

Agitu Gudeta, eine ehrgeizige Frau aus Äthiopien, hatte sich in Italien eine neue Existenz aufgebaut. Sie produzierte traditionellen Ziegenkäse, wurde damit in ganz Italien bekannt. Am vergangenen 29. Dezember ist sie auf ihrem Hof ermordet worden.

Agitu Ideo Gudeta musste vor acht Jahren aus politischen Gründen ihre Heimat verlassen, nachdem sie sich gegen Landraub internationaler Konzerne engagiert hatte. In letzter Minute gelang ihr die Flucht nach Italien.  Angekommen in Europa, musste die studierte Soziologin wieder bei null anfangen.  
Der Neustart gelang. Die Äthiopierin zog in die Trentiner Alpen, begann Ziegen zu züchten und gründete eine eigene kleine Käserei.  „La capra felice“, die glückliche Ziege, heißt der Betrieb. Für ihren Käse verwendet sie die Milch von Mochena-Ziegen, einer einst in den Südalpen verbreiteten  Ziegenrasse,  deren Bestand in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen ist. 
Mittlerweile ist ihre kleine Herde von 15 auf 180 Tiere angewachsen. Ihr Betrieb hat überregionale Bekanntheit erlangt und die Käsesorten der Äthiopierin werden mit Preisen ausgezeichnet. Aus der ganzen Region kommen junge Menschen, um von ihr wieder zu lernen, wie man Käse herstellt.  Am 29. Dezember ist Gudeta auf ihrem Hof ermordet worden. Ihr Tod hat viel Aufsehen erregt und eine große Anteilnahme erfahren.

Magazin (Deutschland 2018, 30 Min)

Video auf YouTube verfügbar bis zum 18/01/2021
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