DONALD TRUMP GESCHLAGEN: Entfesselter Jubel nach Wahlsieg von Joe Biden in den USA

Sie strömten an Straßenecken und in Vorgärten, in Parks und auf Plätze – innerhalb von Minuten schien halb Amerika auf den Straßen zu sein. Kurz nachdem auf allen Nachrichtenkanälen der Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl verkündet worden war, gab es unter seinen Anhängern kein Halten mehr. Vergessen wirkte für viele einige Momente lang die Corona-Pandemie, sie schlugen mit Wildfremden ein, fielen sich in die Arme, tanzten und sangen.

Es war ein kollektives Gefühl der Erleichterung, dass sich am Samstag vor allem in den eher demokratisch wählenden Metropolen des Landes Bahn brach – während anderswo Unterstützer von Präsident Donald Trump protestierten und das Ergebnis in Frage stellten.

Doch die Proteste waren vereinzelt und es waren vor allem die Demokraten, die am Samstag die Straßen bevölkerten. Nach mehr als dreieinhalb Jahren unter Trump, einem hasserfüllten Wahlkampf und der zähen Auszählung der Stimmen, ganz zu schweigen von Corona, war ein Grund zum Feiern für viele Amerikaner bitter nötig. «Der Alptraum ist vorbei», rief eine Menschenmenge in Brooklyn. In Atlanta wurde Feuerwerk gezündet, in Washington fuhr ein Pickup-Truck mit einer Band auf der Ladefläche durch die Straßen, in Manhattan tanzten sie in den Straßen, klopften von Fenstern aus auf Töpfe und hupten, was das Zeug hielt. Gesitteter ging es im Haus eines Biden-Unterstützers in Louisville in Kentucky zu, wo erst einmal eine Flasche Sekt mit den Nachbarn geköpft wurde.

«Es ist surreal. Ich fühle mich, als wäre ich aus den Klauen des Bösen befreit», sagte Lola Faleit, eine 26-jährige Personalerin aus New York City. «2016 sind wir weinend aufgewacht. Heute feiern wir. Schaut, der Himmel ist hellblau, die Sonne ist draußen. Mutter Natur feiert auch.»

Für Bidens Unterstützer könnte der 7. November um knapp vor halb zwölf Ostküstenzeit auch wegen der langen Wartezeit auf das Ergebnis einer jener Momente werden, bei denen sie sich noch genau erinnern, was sie zu dem Zeitpunkt der Nachricht gemacht haben. Sie habe Staub gesaugt, als sie vom Sieg Bidens erfahren habe, sagte die pensionierte Lehrerin Kay Nicholas aus Detroit. «Ich konnte nur sagen: „Gott sei Dank“. Das hat nichts mit Demokraten oder Republikanern zu tun. Es hat mit Anstand zu tun.»

Die 36-jährige Kristin Felder erzählte, sie habe gerade in ihrer Heimatstadt Atlanta Essen ausgeliefert. Die Kundin, die ihr die Tür aufmachte, habe sie mit den Worten empfangen: «Biden hat gewonnen». Sie habe angefangen zu heulen, sagte Felder. Statt das nächste Essen zu liefern, ging sie dann zu einer spontanen Straßenparty im Zentrum Atlantas.

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