Ärztemangel in Frankreich | ARTE Re:

Die französischen Krankenhäuser leiden seit langem schon unter einem akuten Mangel an Ärzt:innen. Deshalb werben die Gesundheitsbehörden massiv um Ärzt:innen aus dem Ausland. Von den inzwischen fast 23.000 praktizierenden ausländischen Ärzt:innen in Frankreich kommen sehr viele aus Tunesien.

Tunesien: das Land der Jasmin-Revolution, eines der Länder, denen es im sogenannten Arabischen Frühling gelang, ihren Diktator zu stürzen. Doch trotz aller demokratischen Fortschritte emigrieren jährlich fast 1000 Ärzte – das sind fast so viele wie sie dort jährlich neu ausbilden. 
In Frankreich verdienen sie nicht nur mehr Geld als in ihrer Heimat, dort haben sie auch keine Probleme mehr damit, Medikamente und funktionierende medizinische Geräte zu beschaffen. Sie wurden in ihrem Herkunftsland sehr gut ausgebildet und erweisen sich als effiziente Fachkräfte.
Während Tunesien eine beispiellose politische und wirtschaftliche Krise durchlebt, sind die Ärzte in aller Regel eher unkritisch, was die Arbeitsbedingungen angeht, die ihnen ihr Gastland bietet.
Ob es nun darum geht, für einen geringeren Lohn als ihre französischen Kollegen zu arbeiten oder sich in den entlegensten Winkeln des Landes niederzulassen, sie sind zu fast allem bereit. Haben sie überhaupt eine Wahl?

Reportage von Amira Souilem und Firas Rebiai (F 2022, 33 Min)

#ärztemangel #tunesien #artere
Video auf Youtube verfügbar bis zum 14/10/2022
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